WAS ist eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung?  


Eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ist eine Personenversicherung, die mich gegen jene Schadenersatz-Kosten versichert, die mir entstehen können, wenn ich im Zuge meiner Berufsausübung dritten Personen, nämlich meinen Kunden, materiellen Schaden zufüge. Früher war der Abschluss einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung nur eine freiwillige Entscheidung, heute ist der Versicherungsabschluss für viele Berufe schon verpflichtend. Etwa für Makler, Sachverständige, Steuerberater, Vermögensberater, aber auch für Ärzte und im Baugewerbe. 


WAS habe ich von einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung?   


In Berufen mit Kundendienst kann immer „was passieren“: Wenn ich durch meine berufliche Tätigkeit im Kundenverkehr daran schuld bin, dass meinem Kunden ein materieller Schaden entsteht, kann er Schadenersatzansprüche gegen mich stellen. Und die können rasch so hoch werden, dass mich das Begleichen finanziell vernichten kann. Eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung sichert mir also meine (berufliche) Existenz ab. Und wer in einem Beruf mit verpflichtender Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung diese nicht hat und einen Schaden verursacht, ist seine Berufsberechtigung auch gleich los.  


WIE komme ich zu einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung?  


Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen werden von verschiedenen privaten Versicherungsgesellschaften angeboten. Abschließen kann ich sie bei Versicherungsmaklern, Versicherungsagenten und/oder Angestellten dieser Versicherungsgesellschaften. Vor Versicherungsabschluss muss ich wissen, wie hoch ich –freiwillig- versichert sein will bzw. verpflichtend sein muss, damit ich später im Falle des Schadenfalles nicht unterversichert bin. Diese „Mindestdeckungssumme“ ist unterschiedlich hoch, je nach Beruf. Bei Vermögensberatern etwa beträgt die Deckungssumme 1,6 Millionen Euro und wird vom Gesetzgeber alle fünf Jahre bestimmt. Bei den Pflichtversicherungen zB der Steuerberater oder Ärzte werden die Deckungssummen von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder bzw. von der Ärztekammer festgelegt. Bei freiwilligen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen kann bzw. muss ich selbst entscheiden, wie hoch ich gegen Schadenersatzansprüche von Kunden versichert sein will bzw. sollte.


WANN hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für mich Sinn?  


Der Abschluss einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ist bei zahlreichen Berufen ohnehin schon verpflichtend. Und in Zukunft wird es immer mehr Berufe geben, wo sie verpflichtend wird, siehe zB Architekten und Statiker. Da in meinem Dienst am Kunden immer was passieren kann, und mir die Begleichung des Kundenschadens schnell sehr teuer kommen kann, ist eine Berufshaftpflichtversicherung oder eben eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für alle selbständigen Berufe und für jeden Unternehmer empfehlenswert. 


WAS kostet (mich) eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung?


Die Höhe der laufenden Prämien für eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung hängt vom abzusichernden Beruf ab. Bei Ärzten bewegt sich die Prämienhöhe pro Jahr von 1500 Euro aufwärts. Bei Steuerberatern hängt die Prämienhöhe von seinem Umsatz ab. Auch für andere Berufe gibt es Umsatzgrenzen als Bemessungsbasis für die Versicherungsprämien. Bei freiwilligen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen gibt es Prämienhöhen zwischen 1-2000 Euro pro Jahr.  


WAS ist der Unterschied zwischen einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung und einer Berufs-Haftpflichtversicherung?


Für immer mehr Berufe ist eine branchenspezifische Berufs-Haftpflichtversicherung bzw. eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung schon rechtlich verpflichtend. Ohne diesen Versicherungsschutz darf ich den betreffenden Beruf gar nicht ausüben. In allen anderen Berufen, wo ich für materielle Schäden meiner Kunden, die ich mit meiner Tätigkeit verschulde, gerade stehen muss, kann ich mich freiwillig mit einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung gegen die Kosten der Schadensersatzsprüche meiner Kunden absichern. 


WER so seine Erfahrungen mit Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung hat


„Der Zugang zum Gewerbe des Vermögensberaters wurde verschärft und die Befähigungsprüfung reformiert. Außerdem ist für die Gewerblichen Vermögensberater eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung verpflichtend.“ (Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Finanzdienstleister)


WARUM so ernst? 


„Wer möchte nicht lieber durch Glück dümmer werden, als durch Schaden klug?“ (Salvador Dali, spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer & Schriftsteller)  

„§ 1 eines jeden Versicherungsvertrages: Die Versicherung zahlt immer, außer im Schadensfall.“ (Dr. Erich Göttlicher, ehem. Generaldirektor und Aufsichtsratsvorsitzender in der Finanzbranche)



     

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